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Diskriminierungskritische Begleitung

Diskriminierung und Ausschlüsse sind Teil organisationaler Wirklichkeiten – auch dort, wo Vielfalt wertgeschätzt wird und professionelle Standards gelten. Sie zeigen sich nicht nur in einzelnen Vorfällen, sondern in Strukturen, Routinen, Kommunikationsformen und Entscheidungsprozessen.

Diskriminierungskritische Begleitung unterstützt Organisationen dabei, diese Dynamiken wahrzunehmen, zu reflektieren und verantwortungsvoll zu bearbeiten. Ziel ist es, handlungsfähig zu bleiben und Veränderungsprozesse so zu gestalten, dass Diskriminierung nicht individualisiert oder tabuisiert wird.

Typische Anlässe für diskriminierungskritische Begleitung

Diskriminierungskritische Begleitung ist in unterschiedlichen Situationen sinnvoll. Häufig gibt es konkrete Anlässe, die Unsicherheiten auslösen oder den Bedarf nach Klärung sichtbar machen. Dazu zählen diskriminierende Vorfälle oder entsprechende Rückmeldungen von Mitarbeitenden ebenso wie Konflikte im Team, die eine diskriminierungsrelevante Dimension haben.

In vielen Organisationen besteht zudem Unsicherheit darüber, wie mit solchen Situationen professionell umgegangen werden kann. Führungskräfte oder HR-Verantwortliche stehen vor der Herausforderung, Verantwortung zu übernehmen, ohne vorschnell zu reagieren oder Betroffene Erfahrungen zu relativieren. Nicht selten stehen Erfahrungen im Raum, die benannt wurden, aber bislang nicht bearbeitet werden konnten.

Diskriminierungskritische Begleitung ist auch dann sinnvoll, wenn Organisationen präventiv ihre Strukturen, Prozesse und Kommunikationskulturen reflektieren möchten. Insbesondere in Veränderungs- oder Transformationsprozessen werden bestehende Ungleichheiten häufig sichtbarer oder verstärken sich. Eine begleitete Reflexion hilft dabei, diese Dynamiken frühzeitig wahrzunehmen und verantwortungsvoll zu bearbeiten.

Formate & Rahmen

Diskriminierungskritische Begleitung wird passgenau an den jeweiligen organisationalen Kontext angepasst. Umfang, Dauer und Vorgehen orientieren sich an den konkreten Anlässen, Fragestellungen und beteiligten Akteur*innen. Ziel ist es, handlungsfähige Räume für Reflexion, Klärung und Weiterentwicklung zu schaffen.

Mögliche Formate sind unter anderem:

  • Klärungs- und Reflexionsformate für Teams
    zur Bearbeitung von Spannungen, Konflikten oder Vorfällen mit diskriminierungsrelevanter Dimension

  • Prozessbegleitung in Veränderungssituationen
    wenn organisationale Umbrüche bestehende Ungleichheiten sichtbar machen

 

Die Begleitung kann in Präsenz, hybrid oder digital erfolgen und wird in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Kontext gestaltet.

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